Weisheitszahnentfernungen

In vielen Fällen reichen die Platzverhältnisse im Kiefer zum vollständigen und reizlosen Durchbruch der Weisheitszähne nicht aus. Als Folge davon können immer wiederkehrende entzündliche Reaktionen, Zahnverschiebungen und Beschädigungen der Nachbarzähne (z. B. Karies der Zahnwurzel) auftreten. In den meisten Fällen sind solche Probleme schon frühzeitig erkennbar, so dass eine Entfernung der Weisheitszähne bereits im jugendlichen Alter erfolgen kann und soll. Erfahrungsgemäß ist die Entfernung von Weisheitszähnen dann am günstigsten und am wenigsten belastend, wenn circa die Hälfte bis zwei Drittel der Zahnwurzeln ausgebildet sind. Die Beurteilung des Wurzelwachstums ist wegen großer individueller Unterschiede jedoch nicht anhand des Alters des Patienten sondern nur aufgrund einer aktuellen Röntgenaufnahme möglich.

In unserer Praxis werden jährlich ca. 5000 Weisheitszähne ambulant entfernt. Dies erfolgt je nach Anzahl der zu entfernenden Zähne, dem Grad der Verlagerung und dem Alter der Patienten entweder in örtlicher Betäubung (bis zu zwei Weisheitszähne in einer Sitzung, ggf. mit Sedierung) oder in ambulanter Narkose (z.B. Entfernung aller vier Weisheitszähne in einer Sitzung). Zumeist lässt die Wundheilung eine Entfernung der Nähte circa eine Woche nach der Operation zu. Dann werden auch die im Unterkiefer in die Wunden eingelegten Tamponaden erstmalig gewechselt. Wir bevorzugen im Unterkiefer die offene Wundbehandlung mit Wechsel der Tamponaden in 8-10 tägigen Abständen bis zur weitestgehenden Abflachung der Wundhöhlen, um Wundheilungsstörungen durch Nahrungsreste etc. auszuschließen.