Ohranlegeplastik

Die Korrektur abstehender Ohren kann ab dem 5. Lebensjahr erfolgen. Bei Kindern ist dabei eine Vollnarkose notwendig, bei Erwachsenen empfehlen wir eine örtliche Betäubung mit Dämmerschlaf. Bei einem Viertel unserer Patienten ist nur eine einseitige Operation notwendig.

Generell muss jeder Patient rechtswirksam in eine kosmetische Operation einwilligen. In einer Grundsatzentscheidung aus dem Jahr 2010 legt der BGH fest, dass ein Minderjähriger dann einwilligungsfähig ist, „wenn er nach seiner geistigen und sittlichen Reife die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs und seiner Gestattung zu ermessen vermag.”

Aus diesem Grund werden bei uns auch Ohranlegeplastiken frühestens im Alter von 16 Jahren durchgeführt.

Sehr wichtig ist die genaue Feststellung, welche Teile des Ohres mit welcher Technik korrigiert werden müssen, da die unterschiedlichsten Fehlbildungen vorliegen können. Fehlt im typischen Fall die „Knickbildung“ im äußeren Teil des Ohres (die sogenannte Anthelix), so kann diese durch Nähte im Ohrknorpel und / oder durch Knorpelritzung neu gebildet werden. Steht das Ohr insgesamt vom Kopf ab, so muss eine Annäherung mit versenkten Nähten an den Hinterkopf erfolgen (die sogenannte Concharotation). Nur in seltenen Fällen muss Ohrknorpel entfernt werden, zumeist genügt die Umformung. Die Narbe liegt in jedem Fall auf der Rückseite der Ohrmuschel im wenig sichtbaren Bereich. Nach der Operation muss für einige Tage ein Wickelverband getragen werden, danach für vier Wochen ein Stirnband nur noch beim Schlafen.