Nasenkorrektur

Eine Nasenkorrektur sollte erst nach vollständigem Abschluss des körperlichen Wachstums, in der Regel nicht vor dem 18. Lebensjahr, durchgeführt werden. Zumeist handelt es sich um den Wunsch nach Verkleinerung der Nase. Die präoperative Untersuchung zeigt, welche Teile der Nase verändert werden müssen. Neben der Abtragung des Nasenrückens und der Verschmälerung wird oft auch die Nasenspitze umgeformt. Wir empfehlen eine Vollnarkose, lediglich geringfügige Korrekturen im Spitzenbereich sind auch gut in örtlicher Betäubung durchzuführen. Nach dem Eingriff wird ein Nasengips für eine Woche angelegt.

Bestehen Probleme mit der Nasenatmung oder leidet der Patient an Nebenhöhlenentzündungen, dann ist in der Planungsphase eine röntgenologische Schichtuntersuchung sinnvoll (Digitale Volumentomographie), die wir auch in unserer Praxis durchführen.

Die Schnittführung zur Nasenkorrektur kann rein innerhalb der Nase („endonasale Technik“) oder mit einem kleinen äußeren Schnitt am Nasensteg und der Nasenwurzel („offene Technik“) erfolgen.

Wir führen beide Methoden, abhängig vom Befund und Operationsumfang, durch. Nach unseren Erfahrungen führt die offene Nasenplastik bei größeren Eingriffen zu besseren Operationsergebnissen und senkt die Rate von Nachkorrekturen deutlich. Bestehen Volumendefekte des Nasenrückens („Sattelnase“), so empfehlen wir ausschließlich die Korrektur mit körpereigenem Material, z.B. durch Transplantation von Knorpel oder Knochen. Die Einpflanzung von Fremdmaterial lehnen wir hier ab.