Lidplastiken

Allgemeines

Die operative Korrektur der altersbedingten Veränderungen im Bereich der Augenlider ist einer der häufigsten Eingriffe in der kosmetischen Chirurgie. Sie wird in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung und im Dämmerzustand durchgeführt, in bestimmten Fällen ist eine Vollnarkose angezeigt. Der Eingriff dauert ein bis zwei Stunden, anschließend verbleiben die Patienten noch circa zwei Stunden im Ruheraum, bevor sie von einer Begleitperson nach Hause gebracht werden. Wichtig ist eine dauernde Kühltherapie und die Hochlagerung des Oberkörpers am Operationstag, um Schwellungen und Blutergüsse möglichst gering zu halten. Am Morgen des nächsten Tages erfolgt eine Kontrolluntersuchung in der Praxis. Nach vier bis sechs Tagen werden die feinen Hautfäden entfernt. Nach circa zehn Tagen ist man wieder „gesellschaftsfähig“, noch sichtbare Blutergüsse können dann mit Camouflage-Make up abgedeckt werden. Das endgültige Ergebnis kann nach circa sechs bis acht Wochen beurteilt werden.

Eine Lidplastik hat keinen Einfluss auf seitliche Lachfalten (sogenannte „ Krähenfüße“), diese können z.B. durch Injektion mit Botulinumtoxin gemildert werden. Bei einer zusätzlichen Erschlaffung der Stirnhaut mit tief abgesunkenen Augenbrauen hat eine reine Oberlidkorrektur wenig Effekt, in diesem Falle muss kombiniert eine Brauenhebung bzw. ein Stirnlifting durchgeführt werden.

Oberlider (Schlupflider)

An den Oberlidern liegt der Hautschnitt und damit die spätere Narbe in der Lidfurche ca. 8-10 mm oberhalb der Wimpern. Es wird ein halbmondförmiger Hautbezirk entfernt. Anschließend werden in den tiefer gelegenen Schichten überschüssiges Fett und Muskulatur korrigiert, bevor die Wunde mit feinen Hautfäden verschlossen wird. Es wird kein Verband angelegt. Beide Oberlider werden immer in einer Sitzung operiert, da nur so die besten Bedingungen für eine symmetrische Gestaltung vorliegen.

Unterlider (Tränensäcke)

In den Unterlidern liegt der Hautschnitt 2-3 mm unterhalb der Wimpern und läuft seitlich in einer Lachfalte aus. Anschließend wird die Haut mit der Muskulatur nach unten abgelöst und es werden die drei separaten Fettpolster in der Tiefe aufgesucht und ausgedünnt. Anschließend wird das Gewebe nach oben und außen gestrafft, der Hautüberschuss entfernt und die Wunde wieder vernäht. Auch hier ist kein Verband notwendig, beide Unterlider werden immer in einer Sitzung operiert.

Brauenhebung

Bei abgesunkener Stirnhaut und tiefem Stand der Augenbrauen hat eine alleinige Oberlidplastik keinen Effekt. In diesen Fällen muss zusätzlich ein „Stirnlift“ bzw. eine „Brauenhebung“ durchgeführt werden. Wir wenden hier unterschiedliche Techniken in Abhängigkeit vom vorliegenden Befund an, es handelt sich um einen Eingriff mit vielfältigen Variationsmöglichkeiten.