Faltenunterspritzung

Wir bieten im MKG-Zentrum Herborn vier verschiedene Methoden der Faltenunterspritzung an, die je nach individuellem Befund zum Einsatz kommen:

  • Injektion von vernetzter Hyaluronsäure (z.B. RESTYLANE® oder BELOTERO®)
  • Injektion von Botulinumtoxin
  • Injektion von Eigenfett
  • Injektion von nicht vernetzter Hyaluronsäure (z.B. HYAL-SYSTEM®)

Alle anderen, nicht körpereigenen Fremdmaterialien wie Silikon, Goldfäden, Kunststoff etc. werden von uns zur Gesichtsfaltenbehandlung nicht empfohlen. Zunächst muss untersucht werden, welche Art von Faltenbildung vorliegt. Sieht man die Falten vorwiegend in Ruhe, so ist die Anhebung durch einen Gewebefüller wie vernetzte Hyaluronsäure (z.B. RESTYLANE/BELOTERO®) möglich. Es handelt sich um eine natürlicherweise im menschlichen Körper (z.B. im Knorpel) vorkommende Substanz, die in Injektionsspritzen von 0,5 ml und von 1,0 ml Inhalt geliefert wird. Das Material ist durchsichtig und gelartig. Allergien auf Hyaluronsäure sind nicht bekannt, in sehr seltenen Fällen kann es zu Überempfindlichkeiten mit länger anhaltenden Rötungen oder Schwellungen kommen (weniger als ein Fall auf zweitausend Anwendungen). Damit ist dieses Material wesentlich verträglicher als das früher häufig verwendete Kollagen. RESTYLANE/BELOTERO® wird vom Körper langsam abgebaut, die Wirkung hält zwischen sechs und zwölf Monaten an. Die Injektionen können bei ansprechendem Ergebnis regelmäßig wiederholt werden. Der eigentliche Eingriff dauert maximal 30 Minuten und wird in der Regel nach vorheriger örtlicher Betäubung durchgeführt. Besondere Verhaltensmaßregeln nach der Injektion gibt es nicht, man ist am Folgetag normalerweise arbeitsfähig; lediglich im Lippenbereich ist mit Schwellungen über einige Tage zu rechnen.

Liegen dagegen Falten vor, die sich hauptsächlich bei Bewegung zeigen (sogenannte Mimikfalten), so bringt eine Unterspritzung mit einem Gewebefüller wenig. Das Ziel muss hierbei sein, die übermäßige Muskelfunktion auszuschalten. Dies geht natürlich nur, wenn man diese Muskeln nicht für wichtige Funktionen braucht. Das Medikament, mit dem dies gelingt heißt Botulinumtoxin. Es inaktiviert für einen Zeitraum von 4 bis 6 Monaten die Muskulatur rund um die Injektionsstelle, abhängig von der eingebrachten Menge und dem Ort der Anwendung. Bevorzugte Anwendungsgebiete sind die „Zornesfalten“ auf der Stirn, seitliche Augenfalten („Krähenfüße“) und störende Muskelwülste am Hals. Die Wirkung tritt verzögert ein und ist erst nach einigen Tagen sichtbar. Die Injektion selbst ist schmerzarm und erfordert keine speziellen Nachbehandlungen.

Die dritte von uns angebotene Möglichkeit der Faltenunterspritzung ist die Auffüllung mit Eigenfett, das zuvor an anderer Stelle abgesaugt wurde. Diese elegante Methode schaltet das Risiko einer allergischen Reaktion aus, bedeutet aber einen etwas höheren Aufwand. Bei der Voruntersuchung können wir dem Patienten sagen, ob diese Methode für ihn in Betracht kommt. Vorwiegend geeignet sind Falten, die durch Schwund von früher vorhandenem Unterhautfett entstanden sind. Die Injektion erfordert einen Kanülendurchmesser von mehr als einem Millimeter, so dass oberflächliche feine Falten nicht behandelbar sind. Geeignet ist aber zum Beispiel das altersbedingte Absinken des Wangenfettes, das durch Absaugen im unteren Gesichtsdrittel und Auffüllen im mittleren Gesichtsdrittel (Einstich unsichtbar hinter dem Ohrläppchen) behandelt werden kann.
Als vierte Möglichkeit bietet sich im Bereich von feinen Hautfältchen und „Knitterfalten“, z.B. an den Wangen, der Oberlippe und im Dekolleté eine systematische Injektionsbehandlung (mehrere Injektionen innerhalb von 3 bis 6 Monaten) an, wobei eine Revitalisierung der geschädigten Hautareale durch die zugeführte Hyaluronsäure stattfindet (Markenname: HYAL-SYSTEM®).

Typische Behandlungspunkte für

  • Botulinumtoxin (grün)
  • HYAL-SYSTEM® (rot)
  • RESTYLANE® / BELOTERO® (schwarz)