Facelift

Eine Operation zur Straffung der Gesichts- und Halsweichteile ist ein großer Eingriff, der eine exakte Voruntersuchung und Planung erfordert. Hierzu sind mindestens zwei ausführliche Vorgespräche notwendig. Zwei entscheidende Punkte müssen vor der Operation geklärt werden:

  • Was stört die Patientin/den Patienten bzw. welches Resultat wird erwartet?
  • Können diese Erwartungen durch die Operation erfüllt werden oder nicht?

Um dies zu verdeutlichen, sei z.B. erläutert, was eine operative Straffung nicht kann: Ein Facelifting hat keinen Einfluss auf seitliche Lachfalten an den Augen, bewirkt keinerlei Veränderungen im Bereich der Ober- und Unterlippe und verbessert eine übermäßige Hautfaltenbildung durch Sonnenbestrahlung und Rauchen nicht. Hier können aber andere kosmetische / chirurgische Maßnahmen (Faltenunterspritzung, Hautabschleifungen, Peeling) eingesetzt werden.
Liegen dagegen abgesunkene Gesichtsweichteile im Bereich der Wangen sowie unschöne Hautüberschüsse im Halsbereich vor, so kann mit einer chirurgischen Straffung ein gutes und lang anhaltendes Ergebnis erzielt werden. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt, die Wahl besteht je nach Ausdehnung der Operation zwischen örtlicher Betäubung mit Dämmerzustand und einer Vollnarkose. Die Dauer des Eingriffs variiert je nach Umfang zwischen drei und fünf Stunden.

Unser Ziel ist es, dass die Patienten nach dem Facelift zwar deutlich jünger erscheinen, man ihnen aber die Operation nicht von weitem ansieht. Ein maskenhaftes Dauerlächeln ist ein absoluter Misserfolg. Realistisches Ziel ist ein Zurückdrehen der Zeit um circa zehn Jahre.

Der Hautschnitt erfolgt vor und hinter dem Ohr sowie im Haaransatz an der Schläfe und am Hinterkopf. Von diesem Hautschnitt aus wird die Gesichtshaut in unterschiedlicher Ausdehnung abgelöst. Die tieferen Schichten werden korrigiert und ggf. repositioniert. In vielen Fällen ist ein zusätzlicher kleiner Hautschnitt unter dem Kinn notwendig, um die vorderen Halsweichteile zu korrigieren. Nach Abtragung der Hautüberschüsse werden die Wunden dann wieder mit feinsten Hautfäden vernäht. Im Bereich der Haare werden Hautklammern eingesetzt. Zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen darf mindestens vier Wochen vor diesem Eingriff nicht geraucht werden. Man ist nach einem Facelift frühestens nach zwei bis drei Wochen wieder „gesellschaftsfähig“ (abhängig von der individuellen Neigung zum Bluterguss und zur Schwellung). Wird nur eine Korrektur des Hautüberschusses am Hals vorne gewünscht, so kann oft auch durch eine reine „Vordere Halsstraffung“ mit kleiner Narbe unter dem Kinn in Kombination mit einer Liposuction (Fettabsaugung) Wangen / Hals ein ansprechendes Ergebnis erzielt werden.